Widerspruch: Die D.O.N.A.L.D. in ihren besten Zeiten war eine Satire auf den deutschen Verein. Dass das nicht alle verstanden haben, enttäuscht mich.
Als jemand, der seit März 1979 Mitglied der D.O.N.A.L.D. ist, kann ich bestätigen, dass es lange Zeit fast allen Donaldistinnen und Donaldisten sehr wichtig war, dass wir uns als Organisation verstanden haben. Hätte man von einem Verein gesprochen, wäre man vermutlich schnell darauf hingewiesen worden – unabhängig davon, dass wir es nach deutschem Recht natürlich gewesen wären. Aber es kommt eben auch darauf an, wie wir das selbst empfunden haben.
Die meisten von uns wissen sicherlich auch, dass der Beschluss, ein eingetragener Verein zu werden, für viele sehr schmerzhaft war und dass deshalb sogar sehr aktive Donaldisten ausgetreten sind. Eine Mehrheit für die Umwandlung der D.O.N.A.L.D. in einen e.V. kam wohl auch nur zustande, weil in der vorherigen Organisationsform handelnde Personen oder Mitglieder persönlich haften konnten und wir damit Risiken eingegangen sind. Trotzdem bin ich mir sicher, dass das „anders“ als andere Vereine zu sein etwas ist, was viele von uns immer noch empfinden.
Natürlich hat sich die D.O.N.A.L.D. verändert, auch quantitativ. Und uns eint immer noch die Liebe zur Beschäftigung mit der Welt von Entenhausen. Die langjährigen Donaldisten müssen einiges akzeptieren, was ein e.V. mit sich bringt, aber es wäre schön, wenn auch Verständnis für diejenigen aufgebracht wird, die bei einigen Veränderungen Bauchschmerzen zum Ausdruck bringen.