Widerspruch: Die D.O.N.A.L.D. in ihren besten Zeiten war eine Satire auf den deutschen Verein. Dass das nicht alle verstanden haben, enttäuscht mich.
Natürlich ist mir das bekannt, bin ja auch schon seit Jahrzehnten dabei. Wie wir über den Vereinsgedanken denken (bzw. gedacht haben) spielt aber leider im Rechtsfall absolut keine Rolle. Denn faktisch und rechtlich waren wir immer ein Verein. Dass wir das als Satire verstanden haben, hätte ein Gericht nicht mal ansatzweise interessiert.
Ich hatte mich dazumal für den e.V. entschieden, da ich einer der wenigen Personen war, denen man rechtlich was hätte ankreiden können, da ich ja gleich mehrere Ämter innehatte. Wenn man angreifbar ist, denkt man halt anders über Konsequenzen nach. Als "normales" MdD ohne Amt hätte ich vielleicht anders entschieden.
Ich habe dieses ganze Tamtam um "e.V. oder nicht e.V." nie so richtig verstanden. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass sich manch einer die guten alten Zeiten zurückwünscht, wünsche mir aber auch, dass diese Personen Empathie zeigen, wenn Amtsinhaber keine Risiken eingehen wollen, die Existenzen zerstören könnten (z.B. hohe Geldstrafen zahlen müssen für rechtliche Vergehen). Dass so etwas bei uns noch nie passiert ist, ist übrigens nur Glück. Es heißt nicht, dass wir nie verklagt werden könnten.
Eventuelle Probleme in der DONALD jetzt auf den e.V. zu schieben, halte ich jedenfalls für falsch. Für mich persönlich hat sich das Leben in der DONALD nicht wirklich geändert. Ich fühle mich aber sicherer. Und auch mit dem e.V.-Kürzel sind wir immer noch deutlich anders als so fast jeder andere Verein. :-)

