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Stand auf der Erlanger Comicbörse- D.O.N.A.L.D. Vereinswerbung

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Dr. Dulle, Astronom

@stefanhd

Theodora Tuschel 

Widerspruch: Die D.O.N.A.L.D. in ihren besten Zeiten war eine Satire auf den deutschen Verein. Dass das nicht alle verstanden haben, enttäuscht mich.

Als jemand, der seit März 1979 Mitglied der D.O.N.A.L.D. ist, kann ich bestätigen, dass es lange Zeit fast allen Donaldistinnen und Donaldisten sehr wichtig war, dass wir uns als Organisation verstanden haben. Hätte man von einem Verein gesprochen, wäre man vermutlich schnell darauf hingewiesen worden – unabhängig davon, dass wir es nach deutschem Recht natürlich gewesen wären. Aber es kommt eben auch darauf an, wie wir das selbst empfunden haben.

Die meisten von uns wissen sicherlich auch, dass der Beschluss, ein eingetragener Verein zu werden, für viele sehr schmerzhaft war und dass deshalb sogar sehr aktive Donaldisten ausgetreten sind. Eine Mehrheit für die Umwandlung der D.O.N.A.L.D. in einen e.V. kam wohl auch nur zustande, weil in der vorherigen Organisationsform handelnde Personen oder Mitglieder persönlich haften konnten und wir damit Risiken eingegangen sind. Trotzdem bin ich mir sicher, dass das „anders“ als andere Vereine zu sein etwas ist, was viele von uns immer noch empfinden.

Natürlich hat sich die D.O.N.A.L.D. verändert, auch quantitativ. Und uns eint immer noch die Liebe zur Beschäftigung mit der Welt von Entenhausen. Die langjährigen Donaldisten müssen einiges akzeptieren, was ein e.V. mit sich bringt, aber es wäre schön, wenn auch Verständnis für diejenigen aufgebracht wird, die bei einigen Veränderungen Bauchschmerzen zum Ausdruck bringen.












08.03.2026, 11:35:27

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Der Sumpfgnom

@der_sumpfgnom

Widerspruch: Die D.O.N.A.L.D. in ihren besten Zeiten war eine Satire auf den deutschen Verein. Dass das nicht alle verstanden haben, enttäuscht mich.

Natürlich ist mir das bekannt, bin ja auch schon seit Jahrzehnten dabei. Wie wir über den Vereinsgedanken denken (bzw. gedacht haben) spielt aber leider im Rechtsfall absolut keine Rolle. Denn faktisch und rechtlich waren wir immer ein Verein. Dass wir das als Satire verstanden haben, hätte ein Gericht nicht mal ansatzweise interessiert.

Ich hatte mich dazumal für den e.V. entschieden, da ich einer der wenigen Personen war, denen man rechtlich was hätte ankreiden können, da ich ja gleich mehrere Ämter innehatte. Wenn man angreifbar ist, denkt man halt anders über Konsequenzen nach. Als "normales" MdD ohne Amt hätte ich vielleicht anders entschieden.

Ich habe dieses ganze Tamtam um "e.V. oder nicht e.V." nie so richtig verstanden. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass sich manch einer die guten alten Zeiten zurückwünscht, wünsche mir aber auch, dass diese Personen Empathie zeigen, wenn Amtsinhaber keine Risiken eingehen wollen, die Existenzen zerstören könnten (z.B. hohe Geldstrafen zahlen müssen für rechtliche Vergehen). Dass so etwas bei uns noch nie passiert ist, ist übrigens nur Glück. Es heißt nicht, dass wir nie verklagt werden könnten.

Eventuelle Probleme in der DONALD jetzt auf den e.V. zu schieben, halte ich jedenfalls für falsch. Für mich persönlich hat sich das Leben in der DONALD nicht wirklich geändert. Ich fühle mich aber sicherer. Und auch mit dem e.V.-Kürzel sind wir immer noch deutlich anders als so fast jeder andere Verein. :-)

08.03.2026, 16:06:30 (bearbeitet)

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Raskolnikow

@raskolnikow

Es geht doch gar nicht um die rechtliche Form unserer Organisation.

Ich habe damals auch für die Umwandlung in einen e.V. gestimmt. Weil es schlicht unverantwortlich war, einzelne Würdenträger in Zeiten des Internets mit der ständigen Gefahr von Klagen wegen Verletzung von Urheberrechten persönlich haften zu lassen. Aber ich ging davon aus, dass sich alles andere nicht ändern wird.

Ich habe damals aber nicht dafür gestimmt, dass wir ein Verein werden, in dem sich der Vorstand wie Funktionäre und Manager benehmen. In dem eine Abwirtschaftung eher ein Rechenschaftsbericht ist, bei dem das Verzehren eines Pastinakenpuddings gerne auch mal weggelassen werden darf. In dem es kein Tabu mehr ist, sich für mehrere Amtszeiten wiederwählen zu lassen und die Organisation auf Effizienz zu trimmen. In dem gegen Geld auf einer kommerziellen Messe ein Stand angemietet und Zeichner eingeflogen werden, um möglichst viele Comicfans zum Eintritt anzuwerben.

Und vor allem habe ich nicht dafür gestimmt, dass wir möglichst viele Neumitglieder bekommen, die auf der Mitgliederversammlung das alles abnicken.

Und daher befürchte ich, dass die Altdonaldisten, die damals bei der e.V.-Werdung ausgetreten sind, Recht hatten, weil sie diese Entwicklung kommen sahen.

08.03.2026, 17:35:26

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Dago (PdD)

@dago

Wir haben uns, lieber Raskolnikow, gestern Abend ja ausführlich über die Thematik unterhalten. Gemeinhin konnte man feststellen, dass...
- es schon immer abermalige Kanditaturen gab - auch in St Pölten war es knapp
- Erlangen nun so mit das unkommerziellste ist, was es an Messen so gibt
- ich mich bereits vor der letzten Wahl drum bemüht hatte, Nachfolger zu finden (aber ich mit dem "wählen wir lieber ein Toastbrot nun nichts anfangen kann)
- sich alles verändert - auch die D.O.N.A.L.D. - und ich bei doppeltem Alter vll. bei Neuerungen dann jw eigenständige Bauchschmerzen haben möge
- der Pastinakenpudding bei mir Zuhause vergessen wurde und das Fehlen im ganzen Trubel erst kurz vor der MV aufgefallen war
- in den 80ern und 90ern es dazugehörte, in DDs über neue Mickey Mouse-Ausgaben in Amiland zu schreiben, Bottaro zu interviewen, Scarpa zu analysieren, aber auch in löffelspechtscher Manier Artikel zu schreiben, für die das Kürzen/Weglassen in Leserbriefen oft angemahnt wurde. Machen wir heute alles nicht und ein Störgefühl scheint bzgl des Nichtweiterführens dieser Themen nicht Teil der Debatten und Wünsche zu sein
Über "Effizienz" hatten wir nicht gesprochen - aber sonderlich begabt war ich da bisher nun eher nicht, siehe Kongress in Flensburg oder das Tempo bei unserer Internetseite. Von einem gesteckten Ziel in dieser Richtung ganz zu schweigen.
Ich war das erste Mal 2012 auf einem Kongress - daa war auch schon da mehr Rechenschaftsbericht (Stammtischbesuche/Projekte u.a.) als Eingestehen absolut donaldischen Scheiterns - und wenn man so die MifüMus der 90er durchblättert, gab es auch da schon solche und solches. Oft sehnt man sich ja nach einem Ideal zurück, dass es nie in der Gänze so gegeben hat. Da hat bestimmt einjeder so seine ein bis zwei Themen. Das sollte man respektieren, sich in keine Richtung angiften und dann eben gucken, wie sich das entwickelt. Es gibt so viele Meinungen wie Mitglieder zur Frage, wie ein Donaldismus jeweils gelebt und gesehen wird. Was aber vereint ist, wie Dr Dulle weiter oben bemerkt hat - die Liebe zur Beschäftigung mit der Welt von Entenhausen.
...und wir sind schon ziemlich anders als andere Vereine - wäre auch ziemlich öde und nähme viel von dem Charme, wären wir es nicht.



08.03.2026, 20:00:04 (bearbeitet)

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Raskolnikow

@raskolnikow

Guten Morgen, mein lieber Dago (PdD)!

Nun ja, was ich aus unserem Gespräch am Samstag vor allem mitgenommen habe, sind zwei Dinge:
1.) Wir sind in grundlegenden Dingen unterschiedlicher Meinung mit wenig Aussicht darauf, eine gemeinsame Meinung zu erlangen. Let's agree to disagree! (h.m.e.j.e.s.)
2.) Du verstehst nicht einmal im Ansatz, was für uns alten Knacker am Donaldismus wichtig ist.

Daher noch einmal: für uns ist der kleine Herr Duck keine lustige Comicfigur, über die man lustige Forschungsparodien machen kann. Entenhausen existiert und ist uns Mahnung und Vorbild. Wir fühlen uns mit dem kleinen Herrn Duck wesensverwandt, und er inspiriert unser tägliches Leben. Du wirst vielleicht bemerkt haben, dass ich Uwe bisweilen zurückhalten musste, damit er nicht seine Wut bekommt. Sonst hätte er Dich wohl in eine Grube mit Fensterkit geschubst.

Nein, wir wollen nicht mal gucken, wie sich das entwickelt, was Du so treibst. Den neoliberalen Ansatz, mit dem technologieoffen jeder Mist ausprobiert wird und am Ende der Markt entscheidet, fanden wir schon immer bescheuert. Wir können Dir jetzt schon sagen, wohin es führt, wenn man mit viel Geld auf Comicmessen Werbung für die D.O.N.A.L.D. macht. Es werden jede Menge Comicfans in den lustigen Spaßverein eintreten, die noch weniger Ahnung von den Grundgedanken des Donaldismus haben als Du. Und die werden dann auf künftigen MVs dafür sorgen, dass von diesen Grundgedanken in unserer Organisation nichts übrig bleibt.

Vielleicht ist das tatsächlich ein Generationenproblem. Vielleicht versteht Deine Generation die Aufmüpfigkeit und die Dickköpfigkeit der alten Knacker und Knackerinnen wirklich nicht mehr. Aber solange wir noch knacken können, tun wir es! Und wenn der letzte von uns endlich auf der Bahre liegt, dann könnt Ihr gerne noch eine Guitarre dazulegen und in Eurem Spaßverein vor Euch hin vereinsmeiern.

09.03.2026, 11:30:08 (bearbeitet)

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uwe OP

@uwe

Nochmals vielen Dank für den Besuch liebe PräsidEnte für die Informationen zum Comic Salon.
Ich fasse hier ein paar Fakten zusammen.
Es wird einen Stand auf dem Erlanger Comic Salon für die gesamte Ausstellungsdauer geben.
Die Kosten liegen im niedrigen 4-stelligen Bereich:
Es sollen am Stand die Sonderhefte, Ausgaben von älteren Ausgaben von „ Der Donaldist“ sowohl das William Ward Buch verkauft werden.
Damit wird insbesondere für die DDs Geld verdient für die D.O.N.A.L.D.
Der Stand wird mit älteren Kongressplakaten geschmückt werden.
Zusätzlich wird kostenlos ein Donald Duck Zeichner aus Spanien unentgeltlich für die D.O.N.A.L.D. am Stand zur Verfügung stehen.
Lediglich die Anreisekosten (und Spesen?) gehen zu Lasten der D.O.N.A.L.D..
Das Warenhaus der D.O.N.A.L.D. (für eventuellen T Shirt Verkauf) ist informiert.
Die PräsidEnte verspricht sich von der Veranstaltung ein Zitat: Zwischen Zermonielles Niveau

Eine weitere Begründung für einen Stand auf dem Comic Salon ( u.a. im Faden „neuer Podcast“):
Wir sind seit Anfang dabei, s. DD 58, Seite 28 Zitat der PräsidEnte im Faden „neuer Podcast“ hier auf dem Brett. Die PräsidEnte beruft sich hier auf die Donaldisten Ausgabe von 1986.
Hier habe ich nachgesehen:
Nachweislich ist in diesem Artikel vom 1. Erlanger Comic Salon nur von Donaldisten Treffen und Aktionen die Rede. Im gleichen Artikel wird der 2. Erlanger Comic Salon kritisiert und die Befürchtung geäußert das sich, ob kurz oder lang der Salon sich für alle beteiligten langweiligen Verkaufsbörse zu veröden droht.

Möge sich jeder eine Meinung dazu bilden.
Ich hätte mir vorab eine Diskussion und einen Auftrag aus der Mitgliederversammlung heraus gewünscht.

09.03.2026, 11:16:27 (bearbeitet)

Profilbild von Dago (PdD)

Dago (PdD)

@dago

Raskolnikow 

Vielleicht ist das tatsächlich ein Generationenproblem. Vielleicht versteht Deine Generation die Aufmüpfigkeit und die Dickköpfigkeit der alten Knacker und Knackerinnen wirklich nicht mehr. Aber solange wir noch knacken können, tun wir es! Und wenn der letzte von uns endlich auf der Bahre liegt, dann könnt Ihr gerne noch eine Guitarre dazulegen und in Eurem Spaßverein vor Euch hin vereinsmeiern.

Ich denke, dass kann man sehr gut verstehen - man muss aber ja nicht viel davon halten, solange man respektiert, dass es diese Ansichten zur D.O.N.A.L.D. gibt. Und das tut ja eigentlich jeder hier. Aber dieses 2.) Du verstehst nicht einmal im Ansatz, was für uns alten Knacker am Donaldismus wichtig ist. klingt stark nach "Wir leben den einzig waren, richtigen Donaldismus und Du hast das deshalb eigentlich umzusetzen". Dann kann man das auch so schreiben und muss nicht Ahnungslosigkeit und mangelndes Verständnis vorwerfen.
Ich habe weiter oben auf verschiedene Aspekte hingewiesen, die eben zeigen, dass sich die D.O.N.A.L.D. mit der Zeit immer schon geändert hat, sei es nun die Art und Weise der Zeremonien, Artikel im DD und MifüMi u.a. Nach Löffelspecht krakeelt heute keiner mehr und vereinzelte Verehrungen von Mao tauchen ebensowenig auf wie Rintelner Kongressplakate. Darauf eingegangen seid ihr nicht.

Wie gesagt, aus "verstehen" resultiert ja nicht "gut finden".
Darüber hinaus steht es jedem frei, einem Trumpismus und Neoliberalismus vorzuwerfen, weil man sich mit KdD und vielen Anderen abstimmt, um etwas umzusetzen. Das macht es aber weder angemessen, anständig und auch nicht sonderlich donaldisch - wenn man von einem Drang zur Emotionalität absieht, aber selbst Donald wäre da entspannter und ist auch kein Daierverfechter eines Gestrigen - Entenhausen ist mehr als das.

09.03.2026, 12:59:21 (bearbeitet)

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Verbrecherischer Kassenwart

@verbrecherischer_kassenwart

H.D. Heilmann hat es mal treffend so definiert: „Donaldist wird man nicht, Donaldist ist man!“ Recht hat er – auch wenn´s manchmal aus dem Blick gerät.
V.K. em.

09.03.2026, 13:42:23

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Theodora Tuschel

@theodora_tuschel

Da hatte der etwas irre Sonderling allerdings recht. Und es gerät leider sehr aus dem Blick, wenn der Blick sich auf Mitgliederzahlen der D.O.N.A.L.D. richtet. Die erfreuen das Herz des Kassenwarts, aber Donaldist wird man nicht, indem man Mitglied der D.O.N.A.L.D. wird. Logisch, denn Donaldist kann man gar nicht werden. Man ist es und hat sein Coming-out, oder man ist es eben nicht.

09.03.2026, 22:37:41

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