Heute Morgen erhielt ich diese Pressemitteilung zugeschickt und musste zunächst noch klären, ob ich sie bereits weiterverbreiten darf.

Ich darf — und freue mich natürlich riesig darüber, dass das Erika-Fuchs-Haus – Museum für Comic und Sprachkunst in diesem Jahr zu den Preisträgern des Kulturpreis Deutsche Sprache gehört. KLATSCH KLATSCH KLATSCH!!!

Das ist eine große Ehre, und ich möchte als PräsidEnte der D.O.N.A.L.D. allen Mitarbeitern und Helfern des Erika-Fuchs-Hauses ganz herzlich gratulieren. Wir alle wissen um die Bedeutung von Frau Dr. Fuchs — nicht nur für die Übermittlung von Informationen aus dem Anaversum, sondern auch für ihren prägenden Einfluss auf die deutsche Sprache!

Donaldische Grüße
Stefan

PRESSEMELDUNG
Kulturpreis Deutsche Sprache: Jury benennt die Preisträger 2026
Baden-Baden –Die Popsängerin und Musikproduzentin Annette Humpe, der Verein „MundArt in der Kirche“ und das Erika-Fuchs-Haus als Museum für Comic und Sprachkunst werden mit dem Kulturpreis Deutsche Sprache 2026 ausgezeichnet. Die Eberhard-Schöck-Stiftung und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ehren damit zum 25. Mal Personen, Institutionen und Initiativen, die sich in besonderem Maße um die deutsche Sprache verdient gemacht haben. Der Preis wird in drei Kategorien verliehen. Annette Humpe erhält als Hauptpreis den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis. Die Laudatio hält der Journalist Tillmann Prüfer. Die Preisverleihung findet am 3. Oktober in Baden-Baden statt.

Jacob-Grimm-Preis: Annette Humpe – ihre coole, lässige und emotionale Sprache
Annette Humpe hat schon viele Musik-Preise erhalten, bei der diesjährigen Verleihung des Jacob-Grimm-Preises steht erstmals ihre Sprache im Vordergrund. „Mit dem musikalischen Werk von Annette Humpe wurde die deutsche Sprache cool, lässig und emotional“, so Prof. Dr. Wolf Peter Klein, Sprecher der Jury. Ihr gesamtes Wirken habe maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die deutsche Sprache in der populären Musik durchsetzen und mit großer Akzeptanz weiter entfalten konnte. Orientiert an der Ausdruckskraft der Alltagskommunikation habe sie eine natürliche und unprätentiöse Popsprache entwickelt, die von Direktheit und unmittelbarer Eindringlichkeit geprägt ist. „Das war und ist stilprägend bis zur Gegenwart und eine stete Anregung für den weiteren Ausbau des musikalischen Sprachbewussteins“, so Klein weiter zur Entscheidung der Jury.
Annette Humpe begann ihre musikalische Karriere in Berlin, wo sie 1979 u. a. mit ihrer Schwester Inga mit den „Neonbabies“ ihre erste Musikband gründete. Der nationale Durchbruch gelang ihr mit der Gruppe „Ideal“, mit der sie zu einer führenden Vertreterin der Neuen Deutschen Welle wurde. Erstmals wurde in der Popkultur ausschließlich in deutscher Sprache gesungen. Annette Humpe schrieb und produzierte so erfolgreiche Songs wie „Codo … düse im Sauseschritt“ oder „Blaue Augen“, zu denen eine ganze Generation tanzte. 2004 gründete sie mit dem Sänger Adel Tawil die Formation „Ich + Ich“ und erreichte damit den Höhepunkt ihrer musikalischen Karriere. Als Musikproduzentin hat sie auch mit „Die Prinzen“, Udo Lindenberg und Max Raabe zusammengearbeitet. Annette Humpe lebt heute in Berlin.

Initiativpreis: Claus Ebeling und „MundArt in der Kirche“ – deutsche Dialekte in religiösen Texten
Den mit 5.000 Euro dotierten Initiativpreis Deutsche Sprache erhält in diesem Jahr der Verein „MundArt in der Kirche“. Er wurde im Anschluss an die Tagung der Landessynode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern 1995 als Arbeitskreis gegründet und fördert Erfahrungsaustausch und Fortbildung von Mundart-Schaffenden in den Kirchen. In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass sich „MundArt in der Kirche“ der Pflege deutscher Dialekte in einer sprachlichen Domäne widme, in der lokale Sprachformen traditionell eher von nachgeordneter Bedeutung sind. Prof. Klein: „Insbesondere im Projekt der Fränkischen Bibel von Pfarrer Claus Ebeling konnte überzeugend vorgeführt werden, wie sich der Variantenreichtum und die Tiefe der deutschen Sprache auch in religiösen Texten nachdrücklich und fruchtbar verkörpern lässt.“
Neben der Pflege des Erfahrungsaustausches von Mundart-Schaffenden in den Kirchen steht beim Verein „MundArt in der Kirche“ die Fortbildung von christlichen Mundart-Autoren, -Sprechern und -Predigern bei regelmäßig stattfindenden Studienveranstaltungen auf dem Programm. In den Gemeinden, die den Verein dazu einladen, führen seine Mitglieder öffentliche Mundart-Veranstaltungen durch. Im Lauf der Zeit waren auch viele Buch- und Hörbuch-Projekte erfolgreich, so im fränkischen Raum der „Fränggische Psalter,“ die „Fränggische Bibl“ und das „Gebeedbüchla für Franggn“.

Institutionenpreis: Erika-Fuchs-Haus – Museum für Comic und Sprachkunst
Der undotierte Institutionenpreis Deutsche Sprache 2026 geht an das Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach a. d. Saale – Deutschlands erstes Comicmuseum. „Das Erika-Fuchs-Haus ist eine herausragende Institution, in der die Rolle der deutschen Sprache in Comics ebenso minutiös wie phantasievoll dokumentiert wird“, so die Begründung der Jury. Prof. Klein ergänzt: „Die zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen des Hauses demonstrieren immer wieder aufs Neue, wie die deutsche Sprache in einer speziellen Kunstform prägnant und beeindruckend weiterentwickelt wurde, vor allem im Anschluss an das Werk der großen Pionierin Erika Fuchs.“
Das Erika-Fuchs-Haus wurde 2015 eröffnet, um die Leistung von Dr. Erika Fuchs (1906-2005) als Chefredakteurin des deutschen Micky-Maus-Magazins zu würdigen. Sie lebte von 1933 bis 1984 in Schwarzenbach a. d. Saale und übersetzte dort von der ersten Ausgabe 1951 an die Geschichten aus Entenhausen. Ihrem sprachlichen Genie ist der große Erfolg des Micky-Maus-Magazins in Deutschland zu verdanken. Der größte Raum im Museum ist der Sprachkunst von Erika Fuchs gewidmet. Interaktive Stationen laden dazu ein, Sprache spielerisch zu erkunden. Neben der Dauerausstellung setzt sich das Museum mit Sonderausstellungen, Vorträgen, Lesungen und Workshops immer wieder neu mit dem Thema Comic und Sprachkunst auseinander.

Hintergrund: Kulturpreis Deutsche Sprache seit 2001
Den Kulturpreis Deutsche Sprache hat die Eberhard-Schöck-Stiftung 2001 ins Leben gerufen und verleiht ihn gemeinsam mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Ausgezeichnet werden Personen, Institutionen und Initiativen, die sich in besonderem Maße um die deutsche Sprache verdient gemacht haben. Der Jacob-Grimm-Preis (Hauptpreis) ging bisher an bekannte Persönlichkeiten wie den Komiker Hape Kerkeling (2025), die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim, Udo Lindenberg, Cornelia Funke, Loriot, Ulrich Tukur oder die Fantastischen Vier. Mit dem Initiativpreis werden Personen, Vereine oder Projekte ausgezeichnet, die neue Ideen umsetzen, um die deutsche Sprache zu fördern. Der Institutionenpreis geht an Einrichtungen, die sich in besonderem Maße um die deutsche Sprache verdient gemacht haben. Weitere Informationen unter www.kulturpreis-deutsche-sprache.de
Fotos: Abdruck im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Kulturpreis Deutsche Sprache 2026 kostenfrei.
01 Annette Humpe wird mit dem Jacob-Grimm-Preis 2026 ausgezeichnet – Foto: Dirk von Nayhauß/OSTKREUZ Archiv
02 Mit dem Initiativpreis Deutsche Sprache 2026 wird der Verein „MundArt in der Kirche“ mit seinem ersten Vorsitzenden Claus Ebeling gewürdigt – Foto: Karin Becker
03 Das „Erika-Fuchs-Haus“ erhält als Museum für Comic und Sprachkunst den Institutionenpreis Deutsche Sprache 2026 – Foto: Ludmilla Morkel
"Kulturpreis Deutsche Sprache" Eine Initiative der Eberhard-Schöck-Stiftung https://eberhard-schoeck-stiftung.de https://kulturpreis-deutsche-sprache.de
Pressekontakt: [pressekulturpreis-deutsche-sprache.de](mailto:pressekulturpreis-deutsche-sprache.de) Gereon Wiesehöfer, mobil 01573-2923849, 07221-9714518
Eberhard-Schöck-Stiftung * Sitz der Stiftung: Schöckstraße 1, 76534 Baden-Baden, Deutschland * Geschäftsführender Vorstand: Peter Möller * Vorstandsvorsitzende: Simone Schöck * Kuratoriumsvorsitzende: Ursula Lazarus
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